Montag, 06. September 2010
 
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Das Paulikloster in Brandenburg an der Havel

Paulikloster

Das Paulikloster gilt als herausragender Repräsentant von Klosteranlagen der Backsteingotik in Brandenburg und war neben der imponierenden Pfarrkirche St. Katharinen über Jahrhunderte Teil der Silhouette der mittelalterlichen Neustadt. Die Gründung der Brandenburger Neustadt fällt in die Zeit des Brandenburger Markgrafen Otto II. (1184–1205). Südöstlich der dem Land den Namen gebenden, ehemals slawischen Burganlage „Brandenburg“ auf der heutigen Dominsel gelegen, bildete die Neustadt die erste askanische Siedlungsneugründung östlich der Elbe. Sie wurde vor 1196 (erstmalige urkundliche Erwähnung) planvoll gegründet und angelegt. Dort befand sich auch der sog. „markgräfliche Hof“, vermutlich ein größerer Wirtschaftshof. 1267 starb Markgraf von Brandenburg Otto III. (1220–1267) auf dem markgräflichen Hof, umgeben von Dominikanermönchen. Sein Sohn Otto IV. (1266–1308) schenkte 1286 das Areal dem Dominikanerorden für die Errichtung eines Klosters. Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau begonnen. Als erstes wurde der Langchor der Klosterkirche um 1286/1287 als einfache Saalkirche erbaut. Bischof Gebhard von Brandenburg weihte die Kirche dem Heiligen Andreas und der Heiligen Maria Magdalena. Im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts erweiterten die Mönche die Kirche und begannen im Ost- und dem anschließenden östlichen Teil des Südflügels mit dem Bau von Klausur und Kreuzgang. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgte der Ausbau der Kirche zu einer dreischiffigen Hallenkirche. Zudem wurde die Klausur durch den Westflügel ergänzt.

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