Montag, 06. September 2010
 
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Wichtiger Brückenschlag für Brandenburg an der Havel:
Land fördert neue Paulibrücke mit 1,2 Millionen Euro

Brandenburg an der Havel – Der Startschuss für einen neuen Meilenstein in der Innenstadtentwicklung ist in Brandenburg an der Havel gefallen. Nahe dem Archäologischen Landesmuseum legten Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann und Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider den Grundstein für die neue Paulibrücke über den Stadtkanal. Die 40-Meter-Querung für Fußgänger und Radfahrer, die zu 80 Prozent aus Mitteln des städtebaulichen Denkmalschutzes gefördert wird, schafft eine direkte Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt.
Ob Sanierung der einstigen Spielwarenfabrik und des Altstädtischen Rathauses zur Konzentration der Stadtverwaltung im Zentrum, Umbau des Pauliklosters zum Landesmuseum oder Aufwertung prägender Großbauten im historischen Stadtkern: Seit 1991 wurde dank Städtebauförderung von Land und Bund viel für die Attraktivität und Funktionalität der Brandenburger Mitte auf den Weg gebracht. 138 Millionen Euro flossen aus dem Programm bis dato in die drittgrößte Stadt des Landes, fast 40 Prozent (53 Millionen Euro) davon entfielen auf Projekte des städtebaulichen Denkmalschutzes.
Staatssekretär Rainer Bretschneider verfolgt die Umsetzung der langfristig angelegten Stadtentwicklungsstrategie seit Jahren mit Spannung und kam auch gerne persönlich zum Bauauftakt an den Stadtkanal: „In der Stadt Brandenburg zeigt sich beispielhaft, wie verantwortungsbewusste Denkmalförderung nicht nur auf den Erhalt geschichtlich bedeutender Substanz, sondern auch auf die Entwicklung wirtschaftlicher und kultureller Potenziale abzielen kann. In diesem Zusammenhang bin ich glücklich über den bevorstehenden Brückenschlag. Die Paulibrücke schafft nicht nur eine attraktive Verbindung zwischen Bahnhof und Kloster, sondern passt sich architektonisch auch toll in das Stadtbild ein.“
Das 40 Meter lange und bis zu vier Meter breite Stahlrahmenbauwerk ist das Ergebnis eines begrenzt offenen Gestaltungswettbewerbes, den das Berliner Architekturbüro Hascher und Jehle in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren Leonhardt, Andrä und Partner 2008 für sich entscheiden konnte. Der laut Architekten-Entwurf „Brückenschlag auf mehreren Ebenen“ ist mit 1,5 Millionen Euro Baukosten veranschlagt, wobei Bund und Land aus Mitteln des städtebaulichen Denkmalschutzes 1,2 Millionen Euro besteuern. Nach Auskunft der Brandenburger Stadtverwaltung als Baulastträgerin soll die neue Querung zwischen Sankt-Annen-Promenade und Jungfernstieg noch in diesem Jahr fertig gestellt werden.